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Regie: Angelika Schuster, Tristan Sindelgruber | A 2012 | 105 min. | Deutsch

Franz Smrtnik, geb. 1933 in Trögern/Korte in Südkärnten, wird als Neunjähriger mit seiner Familie nach Deutschland deportiert („ausgesiedelt“). Durch einen Zufall gelingt es ihnen, noch im gleichen Jahr nach Hause zurückzukehren und den inzwischen völlig ausgeraubten Hof weiter zu bewirtschaften.
Franz Smrtnik erzählt von der Vertreibung, von seiner Tätigkeit für die PartisanInnen, die seine Familie trotz politischer Vorbehalte nach der Rückkehr nach Kärnten unterstützt und dem Entsetzen darüber, dass bald nach Kriegsende diejenigen, die für die „Aussiedlung" der Kärntner SlowenInnen verantwortlich waren, in der Politik wieder das Sagen haben.
Seit mehreren Jahrzehnten setzt er sich für die Anerkennung der Rechte der Kärntner SlowenInnen ein. Einer seiner Söhne, Franz Josef Smrtnik, wird 2009 als erster Kärntner Slowene Bürgermeister in Kärnten.

"Kärntner SlowenInnen - Aussiedlung" ist Teil der Reihe "VERGESSENE OPFER", in der Menschen ihre Lebensgeschichte während der Herrschaft des Nationalsozialismus und die Folgen für das Leben danach erzählen.
Die Diskriminierungen waren für die Überlebenden mit 1945 nicht zu Ende. Sie galten als „Landesverräter“ oder „Asoziale“ und waren mit Anfeindungen, Gewalt und Benachteiligungen konfrontiert. Sie hatten keine Lobby und erhielten bis in die unmittelbare Gegenwart keine politische oder gesellschaftliche Anerkennung als NS-Opfer, noch wurden ihre Verdienste gewürdigt.
Alle blicken auf ein reiches Leben zurück, das früh beendet hätte sein sollen und das sie trotz aller Widerstände mit großem Mut und viel Kraft gestaltet haben.

Wer die österreichische Gesellschaft verstehen möchte, wird in dieser Reihe viele Antworten finden.
Letztendlich stellt sie auch die Frage, wie die Gesellschaft heute mit Menschen umgeht, die sie sogenannten Randgruppen zuordnet.


Altersempfehlung: ab 14

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